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  • janickdennebaum

Wofür es sich zu leben lohnt- mit Ikigai und Selbstreflexion weiterentwickeln!

Wenn wir von New Work und Sinnstiftung sprechen, beschäftigt uns vor allem die Frage: Was macht mich denn eigentlich glücklich? Wenn ihr auf der Suche nach Eurem persönlichen Sinn seid, kann das Tool bzw. die Haltung hinter Ikigai sehr inspirierend sein.

Es gibt einen schönen Spruch, welcher mir in diesem Zusammenhang sehr passend erscheint: „Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die Einen Mauern und die Anderen Windmühlen“. Ikigai hilft euch dabei herauszufinden, wie ihr eure Potenziale und Stärken nutzen könnt und wo sich eure Talente und Leidenschaften mit dem überschneiden, was die Welt braucht und wofür ihr auch entlohnt werdet oder werden könnt. Nutzt Eure Erkenntnisse daraus, um neuen Aufwind für Eure Entwicklung zu finden.

Dieses Modell, welches aktuell auch in Europa immer größeren Anklang findet, möchte ich Euch nun näher vorstellen. Ich habe mich intensiv damit beschäftigt und möchte Euch zeigen, was hinter dieser japanischen Lebensphilosophie steckt und wie ihr dieses Modell für Euch nutzen könnt. Iki= Leben und gai= Wert bedeutet im übertragenen Sinn „der Wert des Lebens“ oder „lebenswert“ und beschäftigt sich mit der Frage wofür es sich zu leben lohnt oder was uns Freue am Leben bereitet. Dieser Ansatz ist eine sehr gute Möglichkeit zur Selbstreflexion. Nehmt Euch nun gerne eine gute Tasse Kaffee oder Tee und schaut Euch das Modell in Ruhe an…



Quelle: https://karrierebibel.de/ikigai-modell/


Wir nähern uns nun den vier zentralen Aspekten Schritt für Schritt. Nehmt Euch genügend Zeit dafür und macht Euch keinen Druck, auch wenn ihr die Fragen nicht immer direkt beantworten könnt. Ein Zettel und ein Stift, oder auch gerne das Tablet können sehr hilfreich sein, Eure Gedanken schriftlich festzuhalten!

Geht die Fragen in Ruhe durch und seid möglichst gründlich und ehrlich zu euch selbst. Und eines noch vorweg, manchmal sind es auch genau die Dinge, die wir zwar in uns tragen aber bisher nicht nutzen.

Bereit? Dann geht es los. Wir starten mit den Fragen: Was liebe ich? Was ist meine Leidenschaft? Zählt einfach ein paar Dinge auf, die ihr in Eurer Freizeit gerne macht oder auch schon in Eurer Kindheit geliebt habt. Überlegt, was ihr stundenlang machen könnt, ohne dabei müde zu werden oder Langeweile einkehrt. Hier geht es um Eure Leidenschaft und Passion.

Der nächste Punkt ist Eure Berufung. Worin bin ich besonders gut? Was sind meine Stärken? Diese Frage können wir uns manchmal selbst nicht gut beantworten, aber traut Euch einfach auch an Eure Stärken und Talente zu glauben und diese zu formulieren. Ansonsten könnt ihr an dieser Stelle auch einfach Freunde, Kollegen oder Eure Familie fragen. Was sind Eigenschaften und Fähigkeiten, die andere an Euch bewundern? Zu welchen Themen, werdet ihr von Anderen gerne um Rat gefragt? Der Abgleich von Selbst- und Fremdbild kann sehr hilfreich sein. Denkt hier an die Dinge, die Euch besonders leicht fallen und ohne große Anstrengung gelingen. Auch „scheinbar unwichtige“ Fähigkeiten, wie mit den Ohren wackeln, auf zwei Fingern pfeifen oder auf der Couch zu liegen, ohne an was anderes zu denken können solche Dinge sein.

Im nächsten Bereich geht es um die Fragen: Wofür werde ich bezahlt? Womit kann ich Geld verdienen? Hier dreht es sich um Eure Profession, welche nicht unbedingt Euer aktueller Beruf sein muss, aber durchaus sein kann. Im Idealfall überschneiden sich die Profession und Euer Beruf zu einem sehr großen Teil.

Ich bin der Überzeugung, dass wir in Dingen, die wir gerne machen und für die wir innerlich brennen auch besonders gut sind. Und warum genau damit nicht sogar unser Geld verdienen? Wir alle kennen doch Menschen, die ihr Hobby zum Beruf machen. Oftmals ist das eine sehr gute Voraussetzung, um nicht nur erfolgreich, sondern vor allem auch glücklich zu sein.

Abschließend geht es um Eure Aufgabe im Leben, Eure Mission: Was braucht die Welt? Womit leiste ich einen Beitrag? Ich glaube, dass jeder etwas in sich trägt, eine tiefe Überzeugung, für die wir jeden Tag einstehen und wofür wir leidenschaftlich kämpfen. Die Klarheit über eigene Werte und Prinzipien treibt uns an und sorgt für einen starken inneren Kompass.

Eine meiner Lieblingsfragen in diesem Kontext ist: Welche Probleme möchte ich eigentlich lösen? Was möchte ich in dieser Welt verändern? Oder was würde sofort auffallen, wenn Du mal ein paar Wochen nicht da wärst? Was würde liegenbleiben? Was würde nicht erledigt werden? Wo oder Wem würdest du fehlen?

Aus der Schnittmenge dieser Bereiche ergibt sich Euer Ikigai, also der ganz persönliche Sinn des Lebens. Dieser japanischen Philosophie zufolge gelangen wir so zu Glück und Zufriedenheit. Geprägt wurde dieser Begriff aus der Insel Okinawa, wo die ältesten Menschen der Welt leben. Ikigai ist Dein Grund, warum Du morgens aufstehst!

Schaut Euch nun eure Ausführungen genau an und sucht aktiv nach Überschneidungen der verschiedenen Bereiche. Was überrascht Euch? Was wusstet ihr vielleicht auch schon? Wenn ihr aus Euren ersten Überlegungen noch keine Erkenntnisse gewinnen konntet, dreht einfach eine weitere Runde. Manchmal haben wir auch Schwierigkeiten zu benennen, was wir gerne tun, mega gut können oder sogar lieben. Dahinter steckt manchmal ein limitierender Glaubenssatz oder eine innere Bewertung, dass „man sowas nicht sagen kann“. Doch versucht mutig zu sein und Euch die Freiheit zu nehmen, ohne sie innerlich zu bewerten. Vielleicht sind wir an einem Punkt oder einem tiefen inneren Wunsch angelangt, den es noch zu entdecken gilt. Seht dieses Modell als eine kleine Reise, oder einen Prozess, der sich nach und nach entwickelt.

Wenn ihr alle Felder mit Leben gefüllt habt, erkennt ihr im Idealfall eure Mitte, eure persönliches Ikigai! Es ist gar nicht schlimm, wenn ihr Dinge identifiziert habt, die ihr noch nicht erfüllt. Denn daraus lässt sich nun super ein Ziel formulieren.

Was hast Du heute über dich herausgefunden? Und wie kannst Du diesen Zustand erreichen? Was kannst Du dafür tun? Was brauchst Du dafür? Ein Tipp: Suche nach Menschen, die Deine Leidenschaft teilen und ähnliche Ziele verfolgen. Tauscht euch aus und unterstützt euch gegenseitig, ohne daraus einen Wettbewerb zu machen. Denn Jeder von uns ist Träger seiner eigenen Ziele, Stärken und Werte und hat andere Vorstellungen von Glück und Zufriedenheit. Aber sich zu inspirieren und zu motivieren, hilft dabei durchzuhalten. Sein Ikigai zu erreichen, geschieht selten von heute auf morgen. Dieser Weg ist geprägt von Arbeit, Geduld und Durchhaltevermögen. Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt, das wusste schon der große Konfuzius! Ikigai kann so die Grundlage für Euer Sinnstiftendes Element sein, viel Spaß auf Deiner Reise!

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